9.12. – 14.12.25
„Wenn ihr nach Süden fahrt, solltet ihr einen Stopp an der Laguna de Catemaco einlegen“ gab uns Eduardo, der Besitzer der Werkstatt, noch einen Tipp mit auf den Weg. So landen wir am Restaurante El Mirador über der Laguna.

In der Nähe gibt es das Reservat Nanciyaga und die Trail’s können mit Führer gegangen werden. Leider stellt sich heraus, dass sie nicht rolligerecht sind. „Der Weg ist teilweise felsig und steil“ sagt der nette Parkführer. So beschränken wir uns auf den kurzen ausgebauten Weg runter zum Wasser.





Das Restaurant hier lädt uns richtig ein, es riecht aus der offenen Küche echt lecker🤤. Wir setzen uns rein und werden nicht enttäuscht.


Der Rückweg gestaltet sich wieder anspruchsvoll und Clemens überlegt laut, wo wir uns Astabweiser für Rocky bauen lassen sollen.

Auf der Straße kommt uns dann wieder eine der Prozessionen entgegen, die laufen in der Vorweihnachtszeit, oft mit Fackeln, so eine Art Pilgerweg. Der 12. Dezember ist Tag der Nationalheiligen von México, „Nuestra Señora de Guadalupe“. In der Woche davor trifft man überall auf solche Läufe.

Heute 11.12. ist Fahrtag und wir erreichen Villahermosa am späten Nachmittag. Mit Moni und Michael erkunden wir noch die Umgebung am Park „La Venta“, einer Freiluftausstellung der Funde von den Olmeken in La Venta. Hier haben wir einen ruhigen Platz für die Nacht gefunden. Zum Schluss gibt‘s dann noch lecker Abendessen, wieder an einem, für México so typischen, Straßenstand.


Gleich nach dem Hellwerden (oder etwas später😉) gucken wir uns die Kunstwerke der Olmeken an. Auf dem Weg begegnen uns noch weitere „Bewohner“ der Gegend und des See‘s.



Erstaunlich, wer hier fast mitten in der Stadt alles so lebt…
Nun aber zu den, schon längere Zeit toten, Olmeken. Sie lebten hier in der Zeit von 1500 bis 500 v. Christus und gelten als eine der ältesten Hochkulturen und Vorläufer der Maya.

Sie sind bekannt für ihre Kolossalköpfe aus Basalt, die bis zu 3 m hoch waren.

Die Grabungsfunde sind hier in toller Umgebung ausgestellt, und es macht Spaß durch den Park zu schlendern.





Zwischendurch begleiten und kreuzen Blattschneiderameisen mehrfach unseren Weg. Wir staunen darüber, dass sie so weite Wege zurücklegen.
Die Hängebrücke macht Lina wieder glücklich und Sabine bandelt mit einem Nasenbären an.


Dann wird es Zeit zurück zu Rocky zu laufen.

Moni und Michael verabschieden sich erstmal, sie wollen heute noch weiter. Wir gucken uns noch die Innenstadt an uns werden dann wohl noch eine Nacht hier am Park verbringen.
Auf der Plaza da Armas ist eine interessante Weihnachts-Krippe aufgebaut (die beiden Figuren links vorne gehören nicht dazu😉)

Wir schlendern über den Platz und durch die sogenannte Zona Luz.


Der Anblick der Polizei ist für uns, auch nach fast einem Jahr nach der Einreise México, noch „gewöhnungsbedürftig“.

Auf der Fahrt weiter zur Küste nach Frontera erleben wir die erste Straßenblockade in México.


Auf einmal geht nichts mehr, die eigentlich einspurige Straße wird von drei oder vier nebeneinander stehenden Autos komplett zugestellt. Auch der Gegenverkehr kommt so nicht mehr durch. Nach einer guten Stunde kommen wir ganz langsam voran und können vor der Blockade links Richtung Ignacio Allende abbiegen. In La Sábana, an der Küste, gibt es laut Google Maps einen Campingplatz. Es wird allmählich dunkel und die Suche nach dem Platz wird schwierig. Sabine fragt ganz einfach mal bei einem Haus, in dem Licht brennt, nach. Die Eigentümer kennen keinen Campingplatz, sind aber so nett und laufen mit ihr noch bis zum nächsten Restaurant am Strand. Trotz freundlicher Nachfrage dürfen wir aber dort nicht übernachten. Mittlerweile ist es stockdunkel und so bieten sie uns einen Stellplatz beim Bruder auf dem Hof gegenüber an, heben noch die Telefonleitungen über der Einfahrt an, und wir können für heute den Motor abstellen. (Bilder gibt es leider keine.)

Heute ist nach Google Maps die Straße wieder frei, und wir können weiter. Zuerst aber möchten wir noch der lieben Tante Christa zum 99.ten gratulieren und rufen in Deutschland an.
Was das Ziel der Blockade gestern war, bleibt uns verborgen. Wir kommen heute glatt durch und über die Puente El Zacatal erreichen wir am Mittag Ciudad del Carmen.

Wir verbringen den Nachmittag in der Stadt und an der Uferpromenade.







Mitten in der Stadt treffen wir auf Leguane. (Der Futterkasten ist für die Grauhörnchen.)

Später treffen wir in Isla Aguada wieder auf Moni und Michael. Die beiden haben sich mittlerweile mit Birgit und Matthias, und Heidi und Gerd zusammengetan. Die vier haben wir ja schon in Teotihuacán kurz kennengelernt. So sitzen wir am Abend zu neunt um den Tisch.

Die sechs haben für morgen eine Bootsfahrt geplant und laden uns ein mitzukommen. Da Lina ja auch gerne Boot fährt sagen wir spontan zu und freuen uns auf morgen Früh.