USA, der Westen

Neustart in Portland, Wasserfälle am Columbia River, Schnee in der Bergen und Regen an der Küste

5.12. – 12.12.24

„Nun ist alles organisiert und erledigt“. So denken wir zumindest, als wir am Vorabend zu unserem Flug die Taschen und den Koffer (ja wir haben einen Koffer mit 🙄) zum Einchecken zum Flughafen bringen. Im Koffer haben wir allerlei Ersatzteile (Luftfilter, Dieselfilter, Wäschespinne…) die ein wenig druckempfindlich sind. Um ihn nicht mitschleppen zu müssen, haben wir ein altes Exemplar genommen und werden ihn dann in Portland entsorgen.

Aber „Ist wirklich alles erledigt oder organisiert?“ Die Frage wird uns wohl bei jedem Abflug beschäftigen…🤔. Nun gut, heute geht es los. Holger bringt uns pünktlich zum Flughafen, die Sicherheitskontrolle und das Boarding laufen problemlos und schon sind wir in der Luft. In Frankfurt haben wir genügend Zeit zum Umsteigen, und die brauchen wir auch. Lina ist per Zufallsgenerator ausgewählt, und muss sich einer speziellen Sicherheitskontrolle unterziehen. Auch hier ist alles ohne Beanstandung und wir können den Bus zum Flieger besteigen.

Steigen Sie ein, die Richtung stimmt

Unser „Zebra“ Airbus A330 neo wartet schon.

Das Flugzeug ist innen sehr leise und der Komfort ausgesprochen gut. Bislang das Beste mit dem wir geflogen sind! So vergehen die 10h 45m über der Nordhalbkugel „wie im Flug“.

In Seattle hat Lina wieder Rolliservice und wir müssen mit Gepäck zur Einreisekontrolle. Nach ein paar Fragen wie „Zweck der Reise, Reisedauer, und Finanzen“ kommt tatsächlich die Frage nach dem Rückflugticket. Auch das können wir vorweisen und so bekommen wir wieder volle 6 Monate Aufenthaltsgenehmigung. Der letzte Flug nach Portland ist mit nur 30 min richtig kurz, unser Gepäck ist auch alles mitgekommen und der Hoteltransfer bringt uns in 10 min zum Hotel. Nun erstmal ins Bett und morgen holen wir Rocky ab.

„Your upcoming ride: 10:30am Pacific Standard Time“ so steht es in der Bestätigung unserer Lyft-Fahrt vom Flughafen zu Rocky. Der Fahrer ist pünktlich und wir haben, auch mit Gepäck und Rolli, Platz im XL-Auto. So räumen wir 20 min später bereits die Sachen ein.

Schon ein schönes Gefühl, auf einem anderen Kontinent, aber trotzdem wieder „zu Hause“ zu sein. Im und am Auto ist alles okay, so können wir bei Viet noch Wasser tanken und dann zum Einkaufen fahren.

Die erste Nacht im Auto war wirklich wie ein „nach Hause kommen“ und ganz nach unserer Gewohnheit übernachten wir frei direkt an dem Wahkeena Fall. Leider ist die Straße weiter gesperrt, sodass wir wieder zurück müssen und die nächsten Wasserfälle, die Multnomah Falls, nur über die I84 erreichen.

Es regnet leider wieder stärker und so fahren wir noch ein kleines Stück den Columbia River aufwärts und übernachten heute am Eagle Creek.

Da unser Ziel ja im Süden liegt (was ist eigentlich unser Ziel???) biegen wir bei Hood River auf die 35 ab und geraten in der Nähe vom Mt. Hood in eine wunderschöne Winterlandschaft.

Tolle Landschaft aber anstrengend zu fahren bei so viel Neuschnee. Hinter dem Pass am Mt. Hood, der immerhin 3426 m hoch ist, ändert sich die Landschaft drastisch. Keine Berge, kein Schnee, nur relativ trockene Prairie. So können sich die Staßenverhältnisse innerhalb von Minuten ändern.

Apropos ändern, ein paar Meilen weiter wird die Ebene durch einen tiefen Canyon unterbrochen. Hier hat der Deschutes River ordentlich gegraben.

Da wir morgen im Smith Rock State Park wandern wollen sucht Sabine kurz davor einen Platz für unsere Übernachtung. Sie findet einen Traumplatz mitten im Nirgendwo mit Blick auf die im Westen liegenden Berge Mt. Wilson, Mt. Jefferson und Mt. Washington. Letzterer ist vielen bekannt als Logo von „PARAMOUNT PICTURES“. Für das Morgenrot schleicht sich Clemens bei frischen 0° extra früh aus dem Camper. 🥶

Die Sonne scheint und es ist eine ganze Ecke wärmer, als wir nun im State Park angekommen, uns auf den Weg machen.

Der State Park ist für uns mal wieder ein Beweis, dass nicht nur die touristischen Highlights sehenswert sind, nein auch weniger bekannte Flecken Erde sind es wert, mal vorbei zu schauen. Nun ja, morgen wollen wir aber trotzdem den berühmten Crater Lake NP besuchen. Der Nordeingang und der Weg um den Krater sind wegen Schnee geschlossen, aber von Süden her ist noch ein kleines Stück vom Kraterrand erreichbar. Vorher geht es wieder höher in die Berge und der Schnee hat uns wieder. So übernachten wir im National Forest in schöner Winterwelt.

Heute kontrolliert der Ranger an der Parkeinfahrt nicht nur unseren Jahrespass, sondern auch die Bereifung. Traction Tieres (Winterreifen) sind hier Pflicht. Im Park fallen übers Jahr durchschnittlich 15m !!!Schnee und die meiste Zeit des Jahres liegt der Kraterrand des 590m tiefen Sees unter Schnee verborgen. Der Rim Drive ist normalerweise so ab Ende Juni offen und bereits im November wieder wegen Schnee gesperrt. Wir erleben heute schönstes Winterwetter und genügend Schnee.

Nachmittags gibt es zum Kaffe / Kakao noch ein wenig Denksport im gemütlich warmen Auto.

„So haben wir das aber nicht geplant“ für diese Kälte sind wir nicht ausgerüstet und „Schneeschuhe haben wir auch nicht dabei“, stellen wir übereinstimmend fest. Was hilft da am besten? „Wir fahren in die Wärme“ ist die Lösung. Also machen wir uns heute auf, und fahren raus aus den Bergen. „Nein, nicht schon wieder!“ An der „Grenze“ zwischen Oregon und California gibt es eine Agricultur Inspection. Dieses mal geht alles gut, die Mandarinen, die wir dabei haben sind aus California. Wir dürfen sie, wie auch alles andere behalten. Viel weiter kommen wir aber auch nicht. Ab Gasquet ist die 199 wegen eines Erdrutsches voll gesperrt. Zurück wäre ein riesiger Umweg😟. Sabine entdeckt auf der Karte eine Forststraße auf der sich die gesperrte Strecke umfahren lässt. Nachdem der Mitarbeiter der Straßenbehörde meinte, er darf die Strecke zwar nicht empfehlen, er selbst ist sie aber schon mehrfach gefahren. „Es ist halt eine schlecht gewartete Bergstraße“ sagt er. Also fahren wir an der Autoschlange vorbei und rechts ab in die Berge.

Die Straße ist steil und schmal, aber besser als gedacht und bietet obendrein noch tolle Ausblicke.

So erreichen wir noch im hellen den Jedediah-Smith-Redwoods-State-Park (so heißt der wirklich😂) und laufen, nach einem kurzen Besuch im Visitor Center, noch einen rolligeeigneten Trail, leider im Regen.

Die Redwood Bäume hier sind echt der Hammer, teilweise über 100 m hoch und einige sind schon 2000 Jahre alt. Sie sind die höchsten Bäume der Welt und die Reste der früher ausgedehnten Bestände stehen in den State- und Nationalparks hier an der Pazifikküste.

Nun haben wir einen Platz auf dem Campground im Park bezogen und lassen den ereignisreichen Tag bei gutem Essen im geheizten Camper ausklingen.

Die Pazifikküste, viel Regen, eine trockene Wüste und ein toller Nationalpark zu Weihnachten

13.12. – 25.12.24

Eigentlich wollten wir heute die Howland Hill Road, eine Schotterpiste durch den Jedediah-Smith-Redwoods-State-Park fahren. Nach Auskunft des Rangers von gestern ist die offen. Leider stehen wir nun vor der Sperre und Apple-Karten sagt uns, dass die Strecke seit 1.11. gesperrt ist. Nun ja, dann eben wieder zurück und über die 199 und die 101 zur Küste.

Es wird eng, aber wir passen durch😅

Die Küste hier im Norden Kaliforniens ist rau aber auch wunderschön.

Und die Redwoods sind einfach nur riesig.

Im Prairie-Creek-State-Park laufen uns dann noch Roosevelt-Hirsche und die kleineren Maultier-Hirsche vor die „Linse“

In der Gesellschaft lässt sich doch gern die Nacht verbringen.

Der Wind hat heute Nacht den Pazifik so gichtig in Wallung gebracht. Der Strand ist menschenleer, fast schwarz und einfach traumhaft schön.

Clemens muss Lina erst noch davon überzeugen, dass das Wasser zu kalt ist um baden zu gehen.

Mit den Bildern der Küste könnten wir ein ganzes Album füllen. Darum hier ein paar Ausschnitte der letzten drei Tage.

Wir übernachten an Aussichtspunkten und auch mal direkt am Strand.

In Bodega Bay kommt auch mal wieder das Fahrrad zum Einsatz und die Sonne lässt die Farben heute richtig leuchten.

Nun verabschieden wir uns erstmal von der Küste und wollen durch das Sonoma Valley und dann weiter in den wärmeren und trockeneren Süden.

Wir fahren also heute erstmal durch das etwas verregnete Sonoma Valley und dann runter bis Bakersfield. Nach so viel Fahrerei ist uns nicht mehr nach selbst kochen, so lassen wir uns bei Cracker Barrel bewirten und nutzen gleich den Parkplatz für die Übernachtung.

Die weitere Planung: „Wir wollen ins WARME“! Auf unserer Karte ist somit das nächste Ziel gesteckt. Der Joshua Tree National Park lockt mit Wärme, Trockenheit und exotischen Pflanzen. So wird erstmal das Navi programmiert und nun geht’s ins Bett. 😴

Frühstück gibt‘s im Auto und nicht im Restaurant, obwohl Cracker Barrel auch Breakfast anbietet. Dann machen wir uns auf den Weg, zuerst über die 58,

in Mojave kommen wir an einem Parkplatz für Flugzeuge vorbei, die im Moment nicht gebraucht werden. Die Fluggesellschaften parken die Flugzeuge hier in der Wüste, da es hier viel Platz und trockene Luft gibt.

Wir kommen dem Park immer näher, und das Wetter ist ein Traum!

Da es heute schon wieder spät ist und uns an der Parkeinfahrt gesagt wird, dass es im Park keine freien Stellplätze mehr gibt, fahren wir ein kurzes Stück zurück und übernachten wir auf den Walmart Parkplatz in Yucca Valley.

Heute wollen wir uns die Joshua Tree‘s im Park richtig ansehen. Die Pflanzen sind übrigens eine Yucca Art, nur etwas größer als die bei uns in den Wohnzimmern stehenden Verwandten.

Der Park überrascht und nun gänzlich. Die Pflanzen sind wirklich so groß wie Obstbäume.

Die Wege sind auch für Lina machbar,

natürlich mit Pausen und viel Wasser zum Trinken.

Die Luft ist trocken und mit 21° angenehm warm, aber durch die Trockenheit brauchen wir unterwegs immer wieder Trinkpausen. Clemens sieht kurz einen Coyoten, wie er den Weg kreuzt, ist aber zu langsam mit der Kamera. Aber als guter Spurenleser findet er die Abdrücke im Sand.

Der Schreiber meint, „Die alten Cowboys wären stolz auf ihn gewesen.“ 😂

Weiter geht’s zum „Hidden Valley“, ein Trail den wir getrennt laufen wollen.

Die bizarre Landschaft „zwingt“ uns immer wieder zum Anhalten und zu kurzen Spaziergängen.

Der Trail im „Hidden Valley“ lässt sich locker in einer 3/4 Stunde gehen, ist aber eindeutig zu schwierig für Lina und mir Rolli nicht machbar. So geht Clemens zuerst, dann gibt es Lunch und anschließend macht sich Sabine auf den Weg.

Teilweise ist der Weg schwer zu finden.
und manchmal einfach das Wildlife, was uns begeistert.

So vergeht die Zeit mit wandern und staunen über Aus- und Fernblicke.

Keys View

Es sind die großen Felsen mit den kleinen Besonderheiten obendrauf,

die „Wälder“ von Joshua Tree‘s durch die wir fahren,

oder einfach nur das Ertasten der verschiedenen Oberflächen.

Der Park ist so vielfältig, überraschend und toll, da müssen wir morgen nochmal weiter gucken. Da ja alle Plätze zum Übernachten voll sind, es steht ja auch Weihnachten vor der Tür, verlassen wir den Park und suchen uns ganz in der Nachbarschaft ein Plätzchen auf BLM-Land, kostenlos und auch schön.

Die vielen Eindrücke von gestern wollen wir erstmal verarbeiten, bevor wir nochmal in den NP zurückkehren. So bleiben wir heute einfach hier stehen, telefonieren mit der Heimat, spielen und basteln ein wenig und schlafen eine zweite Nacht an diesem Ort.

Heute ist Montag der 23.12. und wir verlassen unseren Nachtplatz, tanken am Headquarter des Parks noch Wasser, bestaunen die Straßenkunst in Twentynine Palms und fahren wieder in den Joshua Tree NP.

Wir wollen zum Arch Rock, einem Felsbogen der an den Arches NP in Utah erinnern soll. Der Trail von der Straße zum Arch ist lang und leider nicht rolligerecht. Wir versuchen mit dem Rolli über die asphaltierte Zufahrt zum nahegelegenen Campground zum Arch zu gelangen. Das gelingt nur bedingt und kurz davor ist Schluss. Wir kommen einfach nicht näher dran. Einzeln gehen Clemens und Sabine dann weiter und finden den Felsbogen voller Menschen. Wegen des Feiertags ist scheinbar „der Teufel los“. Auf dem Rückweg entdecken wir zwei freie Campsites die „First come first serve“ vergeben werden. Kurzentschlossen belegen wir eine, fahren zum bezahlen zurück zum Parkeingang und buchen den Platz für die nächsten beiden Nächte. Noch ein wenig für Weihnachten einkaufen und zurück zum Campground. Weihnachten wollen wir nun hier verbringen.

Wir finden: „Nicht die schlechteste Location“

Der Morgenspaziergang zum Arch ist kurz und dank der frühen Stunde ist niemand da und das Licht ist perfekt.

So verbringen wir den heutigen „Christmas Eve“ mit klettern, Spaziergängen und Radfahren.

Abends gibt’s ein tolles Barbecue mit Steak, Kumarapüree und Rote Beete Salat. 😋 Der Weihnachtsmann kommt hier erst am 25.12., also noch warten…

Heute ist es soweit, die Geschenke können ausgepackt werden!

Mittags verlassen wir den Campground und fahren Richtung Südeingang. Stoppen müssen wir nochmal am „Cactus Garden“ einer riesigen Fläche voll mit unterschiedlichen Kakteen. Die Größe ist schon beeindruckend.

Kleine und große Blüten sind teilweise auch dran.

Wir fahren bis Palm Desert und gönnen uns ein „Weihnachtsmenü“, echt lecker und vor der Tür steht ein weihnachtlich geschmückter BMW. 😳

Satt und zufrieden fahren wir noch ein Stück die 74 rauf in die Berge und steuern den Pinyon Pines Campground, ein National Forest Platz an um zu verdauen. Kurz vor dem Einschlafen hören wir in der Ferne noch Coyoten heulen. Wir sind halt im „Wilden Westen“ 😉

Die südlichste Großstadt im Westen der USA, die Sunset Coast und wieder mal eine Werkstatt

26.12. – 29.12.24

Bis auf die Coyoten war die Nacht im Pinyon Pines Park ruhig. Der Platz kostet 8$ die Nacht und bietet sogar Wasser. Der Druck ist nicht sehr hoch, so muss Clemens die Pumpe zwischenschalten, um genug Wasser durch unsere Filter zu drücken.

Da wir noch ein paar Dinge in einer Werkstatt machen lassen wollen, fahren wir heute durch die Berge nach San Diego. Bei „Sprinter-Repair“ wechseln sie das Öl, den Ölfilter und den Dieselfilter sofort. Die Undichtigkeit am Kühlwasserrohr können sie erst am Montag machen, so fahren wir zu einem Stellplatz am Wasser, der empfohlen wurde. Wir parken zentrumsnah unter Palmen mit Blick auf die Bucht. Danke an Kristin für diesen Tipp!

„Gucken wir uns doch heute erstmal Downtown San Diego an“. So fahren wir zum Broadway, finden auch sofort einen Parkplatz und spazieren durch die Stadt.

Der alte Bahnhof ist gut restauriert und heute noch in Betrieb.

Die USS Midway wurde 1945 gebaut und liegt als Museum im Hafen.

Es gibt Denkmäler für die „Helden“ der US-Army und Straßenmusiker, die vermutlich keine Helden werden…

Der Broadway mit Palmen

Wir essen Burritos und Tacos an der Waterfront und gucken noch im „Maritime Museum San Diego“ vorbei,

staunen über die wirklich grüne Stadt, die uns ausgesprochen gut gefällt. Trotz Großstadt ist hier alles ein klein wenig entspannter, ruhiger und gemütlicher als in den anderen Großstädten.

Da uns der Übernachtungsplatz von letzten Nacht gut gefallen hat, steuern wir ihn wieder an, stoppen aber noch für ein Foto an der Star of India, eine in England gebaute Bark, die nun auch im Maritime Museum liegt.

Die Stadt mit dem großen Service Angebot nutzen wir heute gleich mal und waschen unsere Wäsche komplett. Aber nur Arbeit muss nun auch nicht sein. Am Nachmittag gucken wir noch zum Sunset in Ocean Beach vorbei.

Zurück zu „unserem“ Stellplatz kurven wir noch ein wenig durch das „Touri Viertel“ von Ocean Beach.

Heute ist Sonntag, wir schlafen ein wenig länger 💤, frühstücken ausgiebig mit Toast und gekochtem Ei und kommen so erst zum Mittag los. Wasser brauchen wir auch noch, das ist in San Diego ein wenig schwierig, so müssen wir das Wasser in Kanistern vom Wasserspender holen und per Pumpe in den Tank pumpen. Dauert auch länger als üblich. Aber irgendwann kommen wir dann doch im La Jolla an.

Nette Gegend hier:

Nicht nur die Häuser sind interessant, auch am Strand gibt es viel zu entdecken. Ist fast wie ein kleiner Zoo ohne Zäune. Den Tipp haben wir von Evelyn bekommen, die vor langer Zeit mal in der Nähe gelebt hat. Danke dafür, das hat sich gelohnt.

Seehunde
Pelikane
Seelöwen
Brandung gibt‘s dazu
Lina guckt auch ganz interessiert

Heute Abend fahren wir nicht wieder zurück auf den Stellplatz im Mission Beach, da haben wir ja die letzten 3 Nächte gut verbracht. Da wir morgen gleich um 8 AM einen Werkstatttermin haben, parken wir heute gleich hier auf dem Hof. So haben wir morgen eine sehr kurze Anfahrt. 😉

Silvester mal anders und eine mächtige Grenze

30.12.2024 – 3.1.2025

Das Kühlerrohr ist mal wieder undicht. Die Schweißnaht hat an einer Stelle ein Loch und Rocky verliert zunehmend Kühlwasser. So hatten wir ja schon am Freitag einen Termin für heute vereinbart und sind pünktlich vor der Werkstatt (keine Kunst, da wir hier übernachtet haben😉).

Die Reparatur zieht sich sehr in die Länge und wir machen zum Mittag einen kleinen Spaziergang zu „Danny‘s“. Lecker Essen zu fairen Preisen. Als wir zurück sind, steht unser Dicker noch immer in der Werkstatt.

Das Schweißen hat nicht so richtig geklappt, nun haben sie ein Schlauchstück dazwischen gebaut. Na hoffentlich ist das jetzt dicht…

Wir verlassen San Diego noch am Nachmittag und steuern eine kleine Winery in der Nähe von Dulzura an. Grant begrüßt uns herzlich und wir können uns den Platz aussuchen. Wir kaufen noch Wein und genießen den Abend mit gutem Essen und gutem Wein im Auto. Die Nacht war ruhig und da wir noch Wasser brauchen, leider aber nicht unter den Bäumen über der Brücke zum Wohnhaus durch passen, bringt uns Grant mit seinem Pickup Trinkwasser zum Auto. Während wir das Wasser umpumpen erzählt er von seiner Zeit als Fotoreporter für den Axel Springer Verlag in Deutschland. -Die Welt ist eben doch klein!-

Inspektionsfahrt zur Brücke

Zum Abschied dürfen wir uns noch einige Key Lime‘s vom hofeigenen Baum mitnehmen. Wir staunen mal wieder über so viel Gastfreundschaft und Herzlichkeit. Thank you Grant!

Da heute Silvester ist suchen wir uns, auf dem Weg nach Calexico, einen stillen und einsamen Platz in der Nähe der mexikanischen Grenze. Der Weg dahin führt durch teilweise unwirtliche Landschaft.

Auch alte Eisenbahnbrücken fehlen nicht

Am Nachmittag ist das „Camp“ aufgebaut und das Silvesterfeuer(werk) bereit.

Wir telefonieren noch ein paar mal mit Freunden und Familie „zu Hause“ und genießen dann unser Silvester-Menü am Feuer.

Wir sitzen hier denken mal in Ruhe über das alte Jahr nach. Was ist in 2024 so alles geschehen, was war gut und was hat uns betroffen oder sehr traurig gestimmt. Wo haben wir Glücksmomente erleben dürfen und welche Ereignisse haben uns an unserer Reise zweifeln lassen. Ein Jahreswechsel mal ganz anders, aber auch deshalb einmalig und sehr schön.

Den heutigen Neujahrstag verbringen wir ganz gemütlich hier, da wir morgen noch einige Erledigungen machen wollen (müssen) bevor wir dann die USA verlassen.

Durch die Wüste fahren wir heute nach Calexico.

Rechts von uns sieht man in der Ferne den rostbraunen Grenzzaun zu México. Eine irgendwie beklemmende Tatsache, dass sowas gebaut wurde. Die älteren werden sich sicher noch an die innerdeutsche Grenze erinnern, und Clemens hatte auch damals schon so ein einengendes Gefühl, wenn er die Grenze besucht hat.

Nun heute nur noch einkaufen, tanken, Gas auffüllen, Auto waschen… und dann sind wir fertig für einen neuen Abschnitt auf unserer Reise.

Übernachtet haben wir ein letztes mal in den USA auf dem Potrero County Park. Ein sehr „aufgeräumter“ Campground, aber es gibt auch frisches Wasser und etwas „Geschichte“ vor der Ranger Station.

Nun verlassen wir die USA für eine vermutlich lange Zeit. Uns ist schon merkwürdig zumute. Wir waren nun, mit Unterbrechung, über ein halbes Jahr wieder hier und haben uns einfach wohl gefühlt. Irgendwie ist der Umgang miteinander, die Kultur (ja das meine ich ernst) und die Sprache sehr vertraut geworden. Da ist schon ein wenig mehr Abschiedsschmerz in Herz, aber auch Vorfreude auf das was uns nun erwartet.

Die letzten 2 Meilen bis zur Grenze

Die Formalitäten haben so circa 2 Stunden gedauert, aber wir haben alle 180 Tage Aufenthalt genehmigt bekommen und Rocky darf sogar 10 Jahre in México bleiben. Ob wir soooo lange aushalten werden???

Ein neues Land, eine andere Sprache, nicht zuletzt andere Verkehrsregeln und so viel spannendes, was auf uns wartet.

Wir sind so glücklich in México zu sein!😀😀😀