Vicuñas, Condore, ein Andenfuchs, liebe Bekannte und ganz viel Natur.

4.10. – 8.10.26

Wir verlassen Arequipa, umkreisen den über 6000 m hohen Vulkan Chachani und fahren hoch in das Salinas y Aguada National Reservat.

Kurz nach dem Warnschild an den Straße sehen wir unsere ersten Vikuñas, die wilden Verwandten der Alpakas.

Und, oh Wunder, es gibt auch einen Bahnlinie hier, die über die Anden führt. „Denk an die Umwelt, fahr mit dem Zug!“

Wir machen eine Mittagspause auf der Hochebene bei über 4000 m.

Kurz vor Chivay, wo wir heute übernachten wollen, erreichen wir den Pass auf 4910 m wo es den Mirador de los Andes gibt.

Durch spektakuläre Andenlandschaft fahren wir nun das letzte Stück hinab nach Chivay.

Wir bummeln heute erstmal ein wenig durch Chivay. Vorbei an interessanten Sitzbänken. Die Frau sitzt allein an der Plaza de Armas und spinnt Alpakawolle.

Hier gibt es hübsche Straßenkunst,

oder einfach nur Alltag beim Einkaufen.

Wir genießen den Bummel über den Markt, und durch die Straßen. Kaufen auch ein und wundern uns über das Angebot, dass oft offen daliegend oder in großen Säcken angeboten wird. Da muss man sich dann etwas raussuchen oder abfüllen und später bezahlen.

So versorgt machen wir uns am Mittag auf den Weg in den Cañón del Colca. Bereits die Inca haben die Terrassen angelegt und an den steilen Hängen Ackerbau betrieben. Teilweise werden die Terrassen noch bewirtschaftet. Natürlich alles Handarbeit, für Maschinen ist das Gelände nicht geeignet.

Wir fahren heute bis zum Mirador Cruz del Cóndor, einem Aussichtspunkt, von dem es am Morgen viele Condore zu sehen geben soll. Da man am Mirador übernachten kann, wollen wir uns das morgen früh ansehen.

Auf dem Weg findet sich an der abenteuerlichen Straße der eine oder andere Aussichtspunkt an der Schlucht. Der Cañón del Colca ist übrigens doppelt so tief und um einiges größer als der berühmte „Grand Canyon“ in Arizona.

Als wir am Mirador Cruz del Cóndor ankommen staunen wir nicht schlecht hier Andy uns Tom mit ihrem roten Kurzhauber wieder zu sehen. Die beiden haben wir bereits in México getroffen und sind uns zwischenzeitlich immer wieder zufällig „über den Weg gelaufen“.

Wir gucken uns noch ein wenig um und sind mal wieder von den Anden und den Schluchten überwältigt. ❤️

In dieser Landschaft so frei und allein übernachten zu dürfen ist einfach unglaublich. „Kneif mich mal, ich möchte wissen, ob ich nur träume, oder ob das hier tatsächlich real ist“!

Heute Morgen laufen wir schon vor dem Frühstück los um den Condoren beim Start zuzusehen. Die riesigen Vögel haben eine Flügelspannweite von bis zu 3,2 m und gehören zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Sie können stundenlang gleiten ohne die Flügel aktiv zu bewegen. Das zeigen uns heute Morgen zahlreiche Vögel live.

Sie nutzen die aufsteigende warme Luft der Morgensonne und lassen sich an der Steilwand vor uns in die Höhe heben.

Wir stehen hier mit offenem Mund und können gar nicht genug von diesen Schauspiel bekommen!

Aber so nach gut 1 1/2 Stunden sind alle großen Geier zur Futtersuche gestartet und auch bei Lina, Sabine und Clemens meldet sich der Magen. Nun erstmal frühstücken.

Am Mittag stoßen dann noch Moni und Michael zu uns. Den beiden haben wir einen Dieselfilter aus Deutschland mitgebracht. Den bekommen sie nun „feierlich“ überreicht. Wir haben etwas mehr Platz im Auto und erfahren heute Nachmittag viel über deren zwischenzeitliche Reise. Schließlich haben wir uns in México das letzte mal gesehen.

Wie wir so sitzen und klönen kommt noch ein Andenfuchs am Lager vorbei und guckt ganz lieb in die Kamera.

Hatte ich gestern noch gesagt, „Schöner kann es nicht werden“, bin ich heute einfach geflasht, was die Natur noch so zu bieten hat. So ein Tag mit tollen Tierbeobachtungen, wahnsinns Landschaften und tollen Reisefreunden! Das zeigt uns mal wieder, warum wir die Reise machen!

Wir bleiben noch eine Nacht hier und verabreden uns, morgen mit Moni und Michael gemeinsam noch ein Stück weiter in den Cañón hinein, nach Cabanaconde zu fahren.

Auf dem Weg stellt sich so mancher quer.

In Cabanaconde angekommen suchen wir uns einen Platz direkt an der Plaza Principal.

Clemens fragt bei der Polizei nach, ob wir heute hier übernachten dürfen. „Sí, claro, no hay problema. Aquí suelen aparcar autocaravanas extranjeras.“ ist die wirklich nette Antwort. Also klar, dann haben wir heute unseren Übernachtungsplatz gefunden. Clemens geht mit Moni und Michael ein wenig wandern und genießt die tiefe Schlucht. Ein Weg führt hier auch steil runter auf den Grund der Schlucht, aber 1000 m Höhenunterschied ist uns dann doch zu viel.

Am Morgen kommen noch viele Kinder mit lauter Musik an uns vorbei.

Nun verabschieden wir uns von Moni und Michael, die beiden wollen nach Bolivien und wir werden Richtung Cusco weiter ziehen. Das ist das alte Zentrum der Inca und wir freuen uns auf viele alte Bauten im „Heiligen Tal der Inca“.

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