México, ein überraschendes Land, totale Einsamkeit und eine trubelige Stadt
3.1. – 7.1.25
Die Grenze ist geschafft! Auch Clemens war diesmal aufgeregt und hatte etwas feuchte Hände, und das kommt nicht nur von den sommerlichen Temperaturen. Die Leute am Grenzübergang waren alle freundlich und hilfsbereit. Leider spricht hier kaum noch jemand englisch, so mussten wir unsere nicht vorhandenen Spanischkenntnisse strapazieren und mit Händen und Google kommunizieren. Letztlich haben wir nur eine oberflächliche Inspektion des Autos gehabt. In den Innenraum hat der Officer nur kurz durch die Schiebetür geschaut und das war es. Immigration und Aduana gingen ganz gut, da die Formulare in spanisch und englisch gehalten sind. Nun fahren wir durch Tecate, kaufen ein, besorgen uns eine mexikanische Telefonkarte und natürlich brauchen wir auch noch Pesos.



Der Automat spuckt genügend Scheine aus und wir trollen uns in das Valle de Vino.

Auf unserem letzten Campground in den USA haben wir von schweizer Overlandern den Tipp bekommen auf der Rancho La Bellota zu übernachten. Wir verschätzen uns mit der Entfernung und total mit der Qualität der Piste. Die letzten 17 km tappen wir in Schrittgeschwindigkeit, im Dunkeln auf schmalen ausgewaschenen und zudem äußerst steilen Bergpfaden zur Rancho. Raul, der Eigentümer, hört uns schon von weitem kommen (kein Wunder, in der Einsamkeit ist kein anderes Geräusch zu hören) und weist mit einer Taschenlampe in der Hand professionell ein. Er zeigt uns das Waschhaus, den Grill und den mit Bänken ausgestatteten Feuerplatz und lädt uns ein, alles kostenlos zu benutzen. Wir sind erstmal total sprachlos aber zu müde vom anstrengenden Tag und fallen nach dem Abendbrot einfach ins Bett.
An unserem ersten Morgen in México schauen wir uns erstmal um, machen dann ausgedehnte Spaziergänge in der Umgebung und heizen zum Essen den Grill an.





Wir fühlen uns bei Raul und Caroline wirklich „sauwohl“ und bleiben auch noch eine dritte Nacht auf der Rancho.

Zum Abschied bekommen wir noch den Wassertank mit frischem Trinkwasser gefüllt und viele Tipps von Raul, wohin wir auf der Baja noch fahren, und was wir uns noch ansehen sollten. Wir bedanken uns herzlich und lassen natürlich eine Spende da. Auf die Frage, warum sie so etwas für Overlander anbieten sagte Raul folgendes:
„Wir möchten damit nicht nur eine Anlaufstation für Reisende schaffen, sondern auch zeigen, dass wir Mexikaner nicht so böse sind wie die USA uns darstellt und die ganze Welt es glaubt!“
Ich denke der Satz wird uns noch lange beschäftigen und sollte alle zum Nachdenken anregen. Am Auto haben sie übrigens diesen Aufkleber:

Nun fahren wir die abenteuerliche Strecke wieder zurück und denken dabei wie leichtsinnig wir gewesen sind, das vor drei Tagen bei absoluter Dunkelheit zu fahren.



Wir können nur jedem Reisenden empfehlen, wenn du hier in der Gegend bist, schau mal bei der Rancho la Bellota vorbei!
Natürlich ist es heute wieder später geworden als geplant, und wir erreichen die Pazifikküste bei Ensenada erst am Nachmittag.

So suchen wir uns einen Parkplatz in der City und schlendern erstmal an der Promenade durch den Hafen.

Ensenada ist mir seinen knapp 300.000 Einwohnern und großem Seehafen so ziemlich das genaue Gegenteil von dem, was wir in den letzten 3 Tagen gesehen haben. Laut, quirlig, touristisch…




Laufen und gucken macht hungrig. „Ihr solltet nicht hier an der Promenade essen gehen, das ist überteuert.“ So eine einheimische Familie. Wir verlassen uns auf einen Tipp und gehen in den Fischmarkt in der Nähe um Fischtacos zu probieren. Einfache Ausstattung, kleine Preise aber lecker Essen! Nur die scharfe Soße, die mit serviert wird sollte man nicht unbedarft essen. Clemens treibt sie sofort die Tränen in die Augen und das Brennen im Mund will so gar nicht nachlassen. 🥵


Auf dem Rückweg nach „Hause“ sehen wir noch den letzten Weihnachtsschmuck und einen tollen Sonnenuntergang an Pazifik.

Nach einer überraschend ruhigen Nacht mitten in der Stadt (¡Gracias Raul por el consejo!) machen wir heute nochmal einen Rundgang durch die Altstadt. Leider haben in der Nacht zwei Kreuzfahrer festgemacht und so sind sehr viele Menschen hier unterwegs.



Wir verlassen die absolut touristische Hauptstraße und versuchen dem Trubel zu entgehen. Manchmal über etwas schwierige Wege aber auch zu schönen Plätzen.


Wir verschaffen uns noch einen letzten „Überblick“,

und machen uns auf, zum 40 km entfernten La Bufadora, einer Steilküste an der das Wasser bei entsprechendem Seegang aus einem Loch im Fels spritzen soll.
Da wir mal wieder spät dran sind, erreichen wir das Kap erst bei Dunkelheit, parken hinter einem Restaurant und warten mit der Besichtigung bis es morgen wieder hell wird.
Das Schnauben des Büffels, Wein vom Winzer und Sonne im Pazifik
8.1. – 11.1.25
„Oh, das ist ja richtig schön hier“, kommt am Morgen der Kommentar, als wir die Verdunkelung auf machen. Tatsächlich sehen wir erst jetzt wie schön der Platz gelegen ist. Gestern Abend war es einfach schon zu dunkel.



Bevor die vielen Leute, die scheinbar erwartet werden, wenn man sich die vielen Verkaufsbuden so ansieht, kommen wollen wir gleich morgens zum sprühenden Wasser runter laufen. Und tatsächlich, es ist noch niemand hier! Die Brandung ist heute zwar nicht besonders hoch, aber das Wasser, was in die Felsspalte gedrückt wird, schießt doch schön hoch.



Auch Lina ist ganz interessiert…

Beim Frühstücken, das heute später stattfindet klopft es an der Tür. Da wir uns ein Plätzchen mit Aussicht gewählt haben befürchten wir nun, dass uns jemand wegschicken will. Aber ganz anders, Günter, ein gebürtiger Schwabe der vor sehr vielen Jahren (60 oder mehr) nach México ausgewandert ist, möchte uns zu sich nach Hause einladen. Er wohnt nur 500 m von unseren „Frühstücksplatz“ entfernt und bietet uns eine Übernachtung auf seinem Grundstück an. Da wir heute noch weiter wollen lehnen wir das Angebot ab, versprechen aber nach dem Frühstück noch kurz bei ihm vorbei zu schauen. So klönen wir eine ganze Weile in einem Mix aus Deutsch und Englisch miteinander und versprechen Elisabeth und Günter auf jeden Fall wieder vorbei zu kommen, wenn wir in der Gegend sind.


Wir fahren weiter auf der N1 , durch eher karge Landschaft, die Baja runter,

und finden in iOverlander ein Weingut, das gern Camper aufnimmt. Wir kaufen einen hervorragenden Roten und übernachten mitten zwischen Weinstöcken und Orangenbäumen. Letztere hängen voll aromatischer Früchte. 🍊😋 Aber auch der Wein begeistert uns mit seinem fruchtigen Aroma. 🍷🍷



Die Dörfer und kleinen Städte, durch die wir kommen sind eher nicht so toll,

alles sehr staubig und schlicht. Vielleicht müssen wir uns erst noch an diese Anblicke gewöhnen. An was wir uns sicher nicht gewöhnen werden ist der Müll, der hier überall rum liegt und bei Wind auch fliegt.

Wenn wir von der Hauptstraße abbiegen wechselt der Straßenbelag in übelste Schlaglochpiste, so auch heute bei der Anfahrt zu dem Stellplatz für heute Nacht. Aber die 16 km sind nach einer Dreiviertelstunde auch geschafft. Leider hat das Fischrestaurant, zu dem der Platz gehört, schon geschlossen, aber wir stellen uns trotzdem hin und verbringen eine sehr ruhige Nacht.

Heute Morgen ist jemand im Restaurant und wir bezahlen 100 Peso (ca. 5 EUR) für die Nacht. Ein guter Preis für einen Stellplatz mit Aussicht.

Rocky hat mal wieder ein Problem, beim rückwärts Fahren quietscht das Kardangelenk am hinteren Differential. Tony, der Besitzer einer kleinen Werkstatt hier in Lázaro Cárdenas kann sich erst Montag darum kümmern, so tanken wir heute, am Freitag, das erste mal in México an einer Purificadora gefiltertes Trinkwasser. Das Leitungswasser sollte man hier nicht trinken, sonst 🤢🤮💩.

So gibt es einen ganzen Tank voll gutem Wasser für 80 Peso. 😀👍
Für das Wochenende suchen wir uns einen Campingplatz am Stand, richten uns ein und genießen den Sonnenuntergang am Pazifik.





Zum Frühstück steht noch immer eine Erinnerung an die Heimat mit auf dem Tisch. Mal sehen wie lange der Inhalt noch reicht…😋
Den Samstag verbringen wir mit Faulenzen, Radfahren, Kaffeetrinken und mit dem Nachbarn klönen. So vergeht der Tag schneller als gedacht.



Morgen wollen wir uns La Lobera ansehen, was das ist werden wir demnächst berichten. 😉
Etwas Offroad, etwas improvisieren und der totale Albtraum
12.1. – 15.1.2025
Heute verabschieden wir uns von unserem Campingplatz mal über den Tag, um uns ein ausgespültes Loch im Fels anzusehen. La Loberita soll sehenswert sein. Die Anfahrt sind von der Hauptstraße nur 7 km Piste, die es aber in sich haben. Es geht nur extrem langsam voran und Sabine läuft mit Funkgerät zum Einweisen voran.

Nach nur 3 km geben wir auf, die Bedingungen sind einfach zu schlecht und wir wollen einfach nicht riskieren, Rocky umzukippen.


Schade eigentlich, aber dann fahren wir eben in die nächste kleine Stadt nach El Rosario. Die Landschaft ist eher schlicht,

und die Stadt hat auch nicht wirklich was Schönes. Vor den ABD-Supermarkt treffen wir Anette und Frank, die beiden kommen aus Hameln und reisen in Ihrem Sprinter auch seit April durch Nordamerika. Mehr über die beiden findest du auf YouTube unter:
https://www.youtube.com/results?search_query=baerli+on+tour
Wieder zurück auf „unserem“ Stellplatz genießen wir das Wellenrauschen am Stand, den Sonnenuntergang und natürlich das Lagerfeuer.





Heute ist Montag und wir müssen ganz früh aufstehen. Um 8 Uhr sollen wir in der Werkstatt sein. Das Kardangelenk der Antriebswelle quietscht beim Rückwärtsfahren vernehmlich, und es wird immer schlimmer. Tony, der Besitzer einer kleinen Werkstatt hat heute Zeit für uns und soll es sich mal ansehen. Einen Termin um 8 Uhr im México zu haben ist scheinbar nur ein grober Richtwert. Tony muss erstmal die Werkstatt frei räumen. Zwei Autos müssen aus dem Weg geschoben werden,



dann steht Rocky um kurz vor 10 Uhr auf der Grube. Da es sich um eine spezielle Antriebswelle von Achleitner handelt, passt das neue Kreuzgelenk nicht rein. „Ist es okay, wenn ich die Lagerschalen der Welle etwas aufweite?“ ist Tony‘s eher rhetorische Frage. Was bleibt uns anderes übrig als „ja“ zu sagen? Das alte Lager ist total kaputt und hier gibt es nur das vom Ford F350, das von den anderen Maßen passt. So dauert es dann nur noch eine halbe Stunde und das neue Kardangelenk ist fertig montiert. Tony gibt uns noch die Ersatzteilnummer mit, falls das Gelenk erneut ausgetauscht werden müsste, passt nun das Originalteil nicht mehr.

So einfach geht das, falls ein Ersatzteil nicht zu bekommen ist, wird etwas angefertigt. Übrigens, der Hersteller der Welle, die Fa. Achleitner versucht seit einer Woche herauszufinden, ob das Teil überhaupt noch geliefert werden könnte! Bisher haben wir noch keine Antwort aus Österreich bekommen.
Hier ist alles ein wenig anders, als wir es bisher gewohnt waren. Die Wohnstraßen sehen so aus:

Und der Holztransport nimmt auch gleich noch einen Anhalter mit Fahrrad mit.

Es ist eigentlich nur eine Landesgrenze, die wir überquert haben, aber irgendwie sind wir in einer anderen Welt angekommen. So, nun noch Einkaufen, Tanken und Propan auffüllen. Dann gibt es zum Essen einen guten mexikanischen Rotwein und danach kann der Schreiber beim Rauschen der Wellen bestimmt gut einschlafen. 💤
Heute Morgen haben wir noch Besuch von Uwe bekommen, er ist auch bereits seit April 2024 in Nordamerika unterwegs. Nach einem netten Klönschnack verabschieden wir uns und Uwe macht netterweise noch Fotos von unserer Abfahrt.

Ein Traum, oder besser gesagt, ein Albtraum. Wir sind so ca. 100 km weiter gefahren und wollen Anette und Frank besuchen, die die letzten Nächte zwischen riesigen Saguaro Kakteen verbracht haben. Wir schauen an der Straße noch wo wir am besten runter kommen und als Clemens links einschlägt kracht es plötzlich links vorne und ein weißes Auto schießt vorbei und schleudert links auf den unbefestigten Seitenstreifen. „SCHEIßE!“ tönt es vom Beifahrersitz. Da hat doch tatsächlich jemand versucht uns zu überholen. Das Ergebnis sieht nicht gut aus. Die rechte Seite des Mazda ist ziemlich eingedrückt und bei Rocky steht das linke Vorderrad nicht parallel zum Rechten. Die Spurstange ist total verbogen. Das Ganze natürlich in einer Gegend, wo es weit und breit kein Mobilfunknetz gibt. Der Mazda ist einigermaßen fahrbereit und kann weiter fahren. Frank und Anette unterstützen uns mit viel Verständnis und einfach durch zuhören und Trost. Dafür herzlichen Dank an euch zwei!
Wir erreichen „unseren“ Mechaniker Tony über WhatsApp und er organisiert einen Abschleppwagen. Der bringt uns mitten in der Nacht noch zurück zur Werkstatt.

Sowas braucht niemand! Glück hatten wir aber trotzdem. Es ist niemand verletzt und der Schaden an den Autos ist überschaubar. Mal sehen was Tony morgen sagen wird, erstmal stehen wir nun vor seiner Werkstatt und sind alle geschafft. Kein Wunder, es ist mittlerweile halb 2 Uhr nachts. 😴
Heute geht dann alles ziemlich schnell. Tony steht schon am Auto und begutachtet den Schaden, da sind wir noch beim Frühstück. Dann fahren wir Rocky in die Werkstatt und hoffen, dass nicht so viel kaputt gegangen ist.


Nach 4 Stunden und mehreren Beratungen ist alles wieder okay, die Spurstange ist ausgebaut, gerichtet und im Ölbad gehärtet worden. Danach ist alles wieder zusammengesetzt und die Spur neu eingestellt worden. Nun sollte es gut sein. Wir werden es uns die nächsten Tage genau ansehen und kontrollieren. Nun fahren wir die Strecke von Gestern halt nochmal. Auch beim zweiten mal ist sie schön. Die riesigen Saguaro‘s in natura zu sehen beeindruckt uns doch sehr.

Wieder zurück im Kakteenwald müssen wir uns erstmal vom Schreck erholen und den verpassten Schlaf von letzter Nacht nachholen. Die Gegend erinnert Clemens an die Kindheits-Bilder von México, er ist nun richtig im Land angekommen.

Als es ganz dunkel ist leuchtet über uns ein Sternenhimmel mit unfassbar vielen Sternen. Bei der klaren und trockenen Luft sieht man hier total viele Sterne, die sonst unsichtbar bleiben. Ein Foto gelingt leider nicht. 😟
Gigantische Kakteen, eine tolle Begegnung und offroad zu einer alten Mission
16.1. – 20.1.25
Der Blick aus dem Schlafzimmerfenster ist, noch vor dem Aufstehen, heute einfach nur toll. Die Landschaft, die absolute Ruhe und dann die Vielzahl verschiedener Kakteen die hier wachsen macht einfach Lust auf einen Spaziergang – nach dem Frühstück. 😉





Hier ist es schön, hier bleiben wir noch einen Tag länger…



Heute wollen wir auf die Ostseite der Baja California an den Golf von California. Von Raul hatten wir ja den Tipp bekommen, dass an der Bahía San Luis Gonzaga ein schöner Campingplatz direkt am Strand sein soll. Beim Tankstop kurz vor dem Campingplatz treffen wir Dani und Didi, klönen eine Weile und verabreden uns für morgen an der Bahía de los Ángeles.


Auf dem Weg nach Bahía de los Ángeles kaufen wir noch kurz ein paar Kleinigkeiten ein,

und „genießen“ die guten mexikanischen Straßen.😟

An der Bucht angekommen treffen wir Dani und Didi wieder und zufällig steht auch Uwe, den wir vor drei Tagen an der Westküste getroffen hatten, auch hier. So wird der Abend zwar kalt aber dennoch sehr nett.

Am nächsten Tag erkundet Lina die Landzunge mit dem Rad, wir beobachten Pelikane bei der Jagd und ein Coyote schlendert auch noch vorbei.



Der Plan für heute ist, zur Misión de San Borja zu fahren. Zuvor noch ein kurzer Abstecher zu alten Felsmalereien. Die Strecke wird in iOverlander als „4×4 machbar“ beschrieben. So brechen wir mittags mit drei Fahrzeugen in Bahía de los Ángeles auf.

Der Weg ist sandig aber erstmal recht gut zu befahren.

So 1 km vor den Zeichnungen stehen wir dann vor Privatgelände mit einem verschlossenen Tor und können nicht mehr weiter.

Als wie gerade umkehren wollen, kommt ein Pickup (vermutlich der Besitzer) und Dani fragt einfach mal an, ob wir weiter fahren dürfen? Ja dürfen wir, nur das Tor sollten wir anschließend wieder schließen, damit das Vieh nicht wegläuft. Wir kriegen noch Tipps wo die Malereien sind und schon sind wir hinter dem Tor…



Wir versuchen gemeinsam die Zeichnungen zu deuten, einigen uns dann darauf, es den Experten zu überlassen. 😉
Weiter gehts erstmal ein Stück zurück, dann biegen wir links ab und folgen dem Track zur Misión. Der erweist sich als schwieriger als erwartet und wir kommen nur langsam voran.



Dann müssen wir erkennen, dass wir es heute nicht mehr bis zur Misión schaffen und suchen uns ein Plätzchen am Weg. Der Tag war anstrengend aber auch wunderschön. Clemens hat viel gelernt und erkannt, dass die zwei Trainings im Offroadpark zwar ganz schön waren, aber nur eine kleine Grundlage an Wissen bilden. 🥵


Heute sollten wir es schaffen…

Manchmal ist auch ein wenig Straßenbau notwendig.

Dann kommt die Misión in Sicht. Auf dem letzten Kilometer müssen wir den (aufsetzenden) Fahrradträger abbauen und zurücklassen. Den holen wir dann auf dem Rückweg wieder ab.

Wir bekommen eine private Führung durch die alten Räume und auch zu den Ruinen der ersten Misión.








Nach gut einer Stunde verlassen wir die Misión, nicht ohne eine angemessene Spende da zu lassen, und machen uns auf die nächsten 40 km Piste in Richtung Ejido Nuevo Rosarito um dort wieder auf die Asphaltstraße zu stoßen.
Offroad durch die Wüste, Sandsturm und Dünen, eine Oase mit hübschem Ort.
20.1. – 24.01.25
Wir verlassen die Misión San Francisco Borja nicht ohne einen Blick zurück.

Wie einsam und beschwerlich muss das Leben damals gewesen sein? Apropos beschwerlich, der weitere Weg ist nun auch nicht gerade gut ausgebaut.




So kommen wir auch heute wieder nur langsam voran und legen noch einen Übernachtungsstopp an der Strecke ein.

Heute wollen wir es nun endlich bis zu den Dunas de la Soledad schaffen. Zuerst geht es gut voran und wir passieren auch eine kleine Rancho. „Vorsicht, die Esel laufen frei!“

Kurz nachdem wir einen Sandsturm auf uns zukommen sehen, wird die Sicht erheblich schlechter


und endet bei:“ Ich kann den Weg nicht mehr erkennen“…

Letztendlich schaffen wir es doch bis zur MX1 und haben wieder Asphalt unter den Rädern. Nach dem Luftaufpumpen nehmen wir den Tipp von Maja an und stoppen bei „der“ Taqueria an der Straße.

Die Tortas und Tacos sind wirklich lecker!😋
Schließlich kommen wir dann heute doch noch in den Dunas de la Soledad an. Gestern haben wir von anderen Reisefreunden noch eine Warnung bekommen, in den Dünen wurden zwei Leichen gefunden. Angeblich handelt es sich um ein einheimisches Paar und nicht wie anfangs vermutet um Camper. Zwischenzeitlich soll es hier von Polizei und Militär gewimmelt haben! Nun ist alles wieder ruhig. So sehen wir einem entspannten Abend und einer ruhigen Nacht entgegen.

Zuerst machen wir einen ausgiebigen Spaziergang in dieser irgendwie surreal wirkenden Gegend.


Clemens muss auch ein wenig im Sand spielen.




In Guerrero Negro haben wir heute einige Besorgungen zu erledigen. Da sind so Dinge wie Wäsche waschen, einkaufen, Wasser tanken, Diesel auffüllen, Peso besorgen, u.s.w. angesagt.


Die Wände sich zwar nicht alle so hübsch, aber manche können sich sehen lassen!

Abends an der Laguna Ojo de Liebre wird der Sonnenuntergang etwas zu kitschig, oder?

Heute ist der 23.1.25, vor genau 40 Jahren hat das Patenkind von Clemens das erste mal geschrien 😂, da ist erstmal ein Geburtstagsanruf bei Sandra fällig.
Nun fahren wir weiter nach San Ignacio. Der Ort in einer Oase und die Misión sollen sehenswert sein. Auf dem Weg überqueren wir die Grenze zu Baja California Sur und Rocky wird von unten desinfiziert. Für das Besprühen verlangt der Mitarbeiter 5 US$ (ca. 100 Peso). In iOverlander hatten wir gelesen, dass es 20 Peso kostet. Clemens verhandelt und bezahlt schließlich die 20 Peso! 80 Peso Touriaufschlag gespart! 😉 Auf der Weiterfahrt geraten wir das zweite mal in einen Sandsturm.

Der Campingplatz in San Ignacio ist auf jeden Fall klasse, so buchen wir gleich für zwei Nächte und bekommen sogar Rabatt!


Gleich nach unserer Ankunft geht der Besitzer vom Campingplatz auf die Palme. 🤪
Ja tatsächlich steigt er hoch um Datteln zu ernten. Nur mit Gurt und Machete ausgerüstet schlägt er eine ganze „Traube“ Datteln ab.
Auch die kleine Stadt ist tatsächlich sehenswert. Es gibt einen schönen Platz direkt vor der Misión und endlich auch mal einen Ortskern zum schlendern.




Die Misión und die zugehörige Kirche sind hübsch.

Auch von innen und der Garten!




Der See in der Oase lädt zum Kanufahren ein. Am Campingplatz liegen Kanus die wir nutzen dürfen. Clemens übt erstmal allein im Kanu und dann darf Lina auch mitfahren. Sie macht das richtig gut und gleicht immer mit aus!


Entspannung ist natürlich auch angesagt.😉



Auch hier geht die Sonne spektakulär unter…

Morgen wollen wir uns Santa Rosalía ansehen, aber erstmal gute Nacht. 😴
Weiter gehts mit Baja California / Sur